🐾 Zwei auf Reisen

Autor: Mario Seite 3 von 5

850 Seemeilen Nordsee

Vor kurzem erst habe ich Bernd und Karin kennengelernt. Die beiden Segler und Eigner einer Janeau Sun Odyssee 42 bereiten derzeit ihre Weltumsegelung vor.

Direkt beim ersten Kennenlernen war die Idee geboren, den Weg von der Ostsee bis ins Mittelmeer gemeinsam zu segeln, denn bis heute lag die Yacht in der Nähe von Lübeck. Leider reicht mein Urlaub nicht für die gesamte Strecke.

Mit diesem Blog möchte ich euch mitnehmen und jeden Tag ein paar Eindrücke von unserer Zeit an Bord der Toujours Belle mit euch teilen.

Tag 1 Neustadt-Burg (Fehmarn)

Nach 7,5h Zugfahrt endlich in Lübeck angekommen, hat es keine 2h gedauert bis wir mit der segelfertigen Toujours Belle in die Ostsee stechen konnten.

Für heute und morgen ist noch ne steife Brise vorhergesagt, also erkämpfen wir uns die ersten Seemeilen erst mit achterlichem Wind und dann direkt gegenan.

Bei einer deftigen Brotzeit sind dann die Pläne für morgen entstanden. Also heute recht früh in die Koje, den kurz nach fünf geht’s morgen schon weiter.

Tag 2 Yachthafen Burgtiefe

Noch keine 20 Seemeilen und schon der erste Tag Stillliegen. Das ablaufende Tief über Südschweden beschert uns stürmischen Wind aus West … und genau da wollen wir hin. Ob unter Segel oder Motor wäre das eine Tortour für Mensch und Material.

Also abwarten und Tee, Kaffee oder auch ein Bier trinken 😉 Ein Spaziergang in den Ort Burg am Mittag, unzählige Schwalben beim Spiel mit dem Wind beobachten und Geocachen am Nachmittag lässt diesen Tag auch vergehen.

Morgen soll der Wind nachlassen und am Donnerstag auch die Richtung ändern. Mal sehen ob Rasmus das auch so sieht.

Tag 3 Fehmarn-Kiel

Ein Tag an dem wir segeln konnten ist ein guter Tag. Auch wenn wir wegen Schießübungen einen Umweg vom 10sm nehmen mussten. Jetzt liegen wir direkt vor der Schleuse des NOK, haben lecker gegessen und freuen uns auf morgen 😉

Tag 4 NOK Kiel-Brunsbüttel

Ein eher wenig spektakulärer Tag, dennoch kann so eine „Flusskreuzfahrt“ was für sich haben.

Gleich morgens um acht waren wir beim ersten Schleusenvorgang mit dabei. Alles lief ruhig und eher unspektakulär bei 30cm Hub. Vor uns lagen nun 50sm unter Maschine, denn wieder kam der Wind direkt auf die Nase, also war an Segelunterstützung nicht zu denken. Auf dem Weg eine Menge Signale, Autofähren, andere SY und natürlich die Berufsschifffahrt.

Nach diesem aufregenden Tag 😉 haben wir einen Platz direkt am Schleusentor.

Tag 5+6 Brunsbüttel-Harlingen

Nach den 53sm Nord Ostsee Kanal endlich wieder freies Fahrwasser 👍 und ungefähr 185sm für den heutigen Schlag. Vorhergesagt waren zumindest am Nachmittag für uns günstige wenn auch schwache Winde.

Tatsächlich sind wir dann doch wieder einige Stunden unter Motor gefahren. Erst am frühen Morgen bringt uns achterlicher Wind und der Gennaker mit seinen 110m² buntem Tuch voran.

Noch bei Tageslicht passieren wir die nicht ganz einfache Ansteuerung das Harlinger Hafens und liegen nun gut verteut an einer MY.

Tag 7 Übers IJsselmeer nach Amsterdam

Mit der Brückenöffnung um 0825 sind wir in Richtung Amsterdam ausgelaufen. Mit 2,20m Tiefgang immer schön der Betonnung folgend, sicher ist sicher 😉 Segel setzen und mit achterlicher Wind durchs IJsselmeer pflügen, ein Traum 🥰 kaum Welle und 60 Seemeilen vor uns.

Ziel ist, den Seglerhafen „Sixhaven“ in Amsterdam noch vor Sonnenuntergang zu erreichen. Eine Schleuse und eine Klappbrücke liegen zwischen dem Binnenmeer und der Nordsee.

Da wir gut im Zeitplan liegen werden wir einen Tag in Amsterdam 😁 verbringen auch um ein bisschen zu verschnaufen, die letzten Tage und Nächte waren dann doch anstrengend.

Tag 8 Liegetag in Amsterdam

Ein Tag zum Entspannen, lesen, nächstes Segelrevier erkunden, Geocachen … Für einen Stadtbummel war mir zuviel los.

Tag 9-11 Strasse von Dover

Nonstop von Amsterdam nach Cherbourg. Über 300sm in 3 Tagen und zwei Nächten. Vorbei an Rotterdam, den weissen Clippen von Dover, Calais, immer entlang des TSS bis zum Feuerschiff am Greenwich Meridian, dann wieder Richtung französisches Festland bis nach Cherbourg.

Einige Fischer, Segler und Frachtschiffe die unseren Kurs begleiten, im Vergleich zu dem Trubel rund um Amsterdam aber eher ruhig.

Nach einer ersten verregneten Nacht war die Crew ein bisschen down, frisch gekochtes aus der Bordküche brachte uns durch den zweiten Tag. Die darauffolgende Nacht sternenklar, das Meer glitzerte vom Mondschein beleuchtet und der Wind trug uns bis in die Morgenstunden bis nach Cherbourg.

Tag 12-13 Zwischen den Kanalinseln

Da wir trotz der zwei Liegetage viel zu früh dran sind, segeln wir noch ein bisschen weiter. Entlang der britischen Kanalinseln Anderney und Guernsay.

Mit dem Hochwasser gegen Mittag verlassen wir Cherbourg um den durch den Tidenhub entstehenden Strom von achtern zu nutzen.

Blauer Himmel und leichter Wind mit 4Bft bringen uns gemächlich voran. Ein entspannter Tag auf See und eine ruhige Nacht, nur unterbrochen von der 2 Stunden dauernden Wache.

Am Sonntag Morgen erreichen wir den Seglerhafen in Roscoff. Ein Tag zum ausspannen um dann morgen unsere Toujours Belle für die zweite Crew auf Hochglanz zu bringen.

Mein Törn endet leider hier … ich muss unbedingt mit meinem Arbeitgeber über mehr Urlaub sprechen 😁

Tag 14 Abheuern in Roscoff

Nach 847 Seemeilen endet für mich und Daniel der Törn hier in Roscoff. Zwei neue Crewmitglieder sind auf dem Weg und werden heute Abend anheuern. Zwei Uhr Nachts mit dem ablaufenden Wasser segelt die Toujours Belle dann weiter in Richtung Mittelmeer.

Gute Fahrt und allzeit eine Handbreit Wasser unterm Kiel.

Auf dem Querweg von Konstanz nach Titisee

24.-29.Mai 2021, 6 Tage, 135km, 4900hm durch unterschiedlichste Landschaften mit Sonnenschein, Schauern, Dauerregen und schlussendlich wieder Sonnenschein. Nur die Nächte waren in diesem Frühjahr noch empfindlich kalt … also warm anziehen, auch im Schlafsack.

Aus der Bodenseeregion, durch den von Vulkankegeln geprägten Hegau (auf jedem steht eine Burgruine 😉 bis in den wunderschönen Südschwarzwald und seine zauberhafte Wutachschlucht. Auch wenn der Querweg bis nach Freiburg führt, war für uns bereits in Titisee das Ziel erreicht.

Für E.N.D. (oder eher mehrere) hatten wir natürlich alles dabei. Die erste Nacht auf der Mägdeburg fanden wir Schutz unter dem Tarp. Die zweite und dritte Nacht bot uns der überdachte Vorraum einer Forsthütte Schutz. Mal auf der Isomatte, mal in der Hängematte. Ein aufgespanntes Tarp schütze uns vor Wind und Wetter. Für die letzten beiden Nächte bot uns der Wald einen Schlafplatz zwischen den Bäumen. Die gut aufgespannten HM garantieren einen erholsamen Schlaf, so gut das wir uns für den letzten Aufstieg zum Hochfirst den Wecker stellen mussten 😉

Wandern mit Lotte und Jorinde

Mit zwei jungen Eseldamen vom Adamshof unterwegs im Südschwarzwald. Eine faszinierende Erfahrung die mit Vorurteilen über das Grautier aufräumt. Sie lieben die Freiheit, ihre Herde und das Fressen. Ein entscheidender Grund weswegen Esel gerne laufen. Der erste Eindruck zählt: was dein Esel über dich denkt, wie du auftritts, welche Ausstrahlung du hast. Wenn er merkt das du mit Freude an seiner Seite gehst, folgt er dir auch ohne Führstrick. Mal hängt er bissl hinterher und kommt dann in einem Eselgalopp zu dir, mal rennt er vorneweg das du Sorge hast ob du ihn (und dein Gepäck) jemals wiedersiehst.

Auch wenn Esel sicher die Hälfte ihres Körpergewichtes tragen können, mute das deinem Esel nicht zu. Maximal das doppelte was du selber tragen würdest, bei mir sind das dann 30kg!

Wunderbare Entschleunigung mit einem Esel zu wandern, auch Mehrtagestouren sind möglich. Erwarte allerdings keine riesigen Tagesetappen. Je nach Gelände schaffst du mit deinem hübschen vierbeinigen Gefährten 10-20km.

Busenberger Holzschuhpfad

Die Pfalz – Wandern im Dahner Felsenland – Eine Premiere 😊
Eine Tageswanderung rund um den Drachenfels bei Busenberg. Wunderschöne Aus- und Einblicke in die Wanderregion Pfälzer Wald. Ein Vergleich zum Elbsandstein kommt immer wieder auf, nicht nur wegen dem Sandstein der hier allerdings rot gefärbt ist.

Malerweg 2020

6 Tage, 112 km, 4200 hm, 35 Wanderstunden

Eine Mehrtages Wanderung durch die Sächsische Schweiz auf den Spuren der Maler und Dichter.

Unglaublich viele Stufen, verwunschene Waldwege durch eine traumhafte Landschaft mit immer wieder begeisternden Aussichten sind die Merkmale dieses Wanderweges, der rechtselbisch über die Bastei und die Schrammsteine bis zur Neumannmühle führt, dann über den Grossen Winterberg nach Schmilka. Linkselbisch geht es dann über die Kaiserkrone, die Rauensteine und die Festung Königstein zurück nach Pirna.

Die Ausrüstung mit Zelt wog incl. Verpflegung für 6 Tage und min. 2 Liter Wasservorrat ca. 14 kg. Meine Tagesetappen waren zwischen 13 und 25 km lang mit bis zu 1000 hm. Die Tour ist für 7 oder 8 Tage zu empfehlen, da man sich so noch viel mehr unterwegs ansehen kann und genügend Zeit hat jeden Stein hochzukraxeln.

Am Ende jeder Etappe findet sich eine Herberge, die ich jedoch nur auf der Burg Hohnstein genutzt habe. Es hat sich absolut gelohnt draußen zu schlafen, ob im Zelt oder im Biwak. Dabei gilt es die Verhaltensregeln des NP Sächsische Schweiz zu beachten!

Als passenden Abschluss fand ich den Besuch der Gemäldegalerie Alte Meister im Dresdner Zwinger. Wie der Name dieses Weitwanderwegs schon verrät, haben sich Maler wie Bernardo Bellotto, bekannt als Canaletto, von dieser einzigartigen Landschaft inspirieren lassen. Seine und weitere Originale lassen sich in der Galerie bewundern.

Absegeln Bodensee 2020

Anstelle des für diesen Zeitpunkt geplanten Mittelmeertörns Elba-Korsika-Sardinien, war mal wieder das Bodensee Revier angesagt. Als Zuhause für 4 Tage diente eine Focus 750, Performance Cruiser Mini-Family-Yacht. Ein hübsches, leichtes und damit sportliches Boot mit 31qm Segelfläche, wohnlichem und hellem Innenraum, viel Platz in der Bugkoje und im Cockpit, dafür umso weniger in der Pantry/Salon. Hier musste ich mit 1,70m ständig den Kopf einziehen.

Ein-Hand nicht ganz un-umständlich zu Segeln, die Pinne war nicht zum feststellen und die Winschen und Klemmen vorne auf dem Kajütdach statt im Cockpit.

Mit einem behelfsmäßigen „Autopiloten“ der zumindest bei stetem Wind den Kurs halten konnte, waren die Hände frei für den Feintrimm der Segel, nicht ganz unwichtig bei 1-2 Windstärken und es war sogar ein Rundgang auf dem Deck möglich ;). Zum Trimmen das Vorsegels gibt es Schienen und für das Grosssegel einen Traveller der in der Plicht verläuft und gleichzeitig den Crew- vom Steuermann Bereich abgrenzt.

Wanderung zum Teufelstättkopf

E.N.D. in den Ammergauer Alpen

Von Unterammergau durch die Wetzsteinklamm über die Kuhalm zum Teufelstättkopf. Gerade noch rechtzeitig um der Sonne vom Gipfel aus, Gute Nacht zu sagen. Nach halbstündiger Suche nach einem Biwakplatz, entschied ich mich für ein kleines Wiesenstück unterhalb des Gipfels mit Aussicht auf die Zugspitze.

Nach einer sternenklaren Nacht mit Vollmond ab Mitternacht, ich habe trotzdem wunderbar geschlafen, kletterte ich nochmal zum Gipfel hoch um dort beim Frühstück den Sonnenaufgang zu genießen.
Gut gestärkt gings dann weiter über das Laubereck und den Hennenkopf zur Brunnenkopfhütte. Nach einer riesigen Portion Kaiserschmarrn war der Abstieg zum Linderhof in einer Stunde gemeistert.

Im Vergleich zu meinen Mehrtageswanderungen würde ich das als ein durchaus gelungenes Microabenteuer bezeichnen. Maximales Naturerlebnis mit geringstem Aufwand und alles mit DB und ÖPNV.

Der Kandelhöhenweg im Schwarzwald

Für diesen Zeitraum im Frühjahr 2020 war der Malerweg im Elbsandstein geplant. Dann überrollte Corona die Welt und alles kam anders … Besser, viel besser … 😊
in 5 Etappen von Oberkirch nach Freiburg, 5 Tage, 4 Nächte, 120km, 33 Wanderstunden, 4700hm
Übernachtung in Schutzhütten und im Zelt, von strahlendem Sonnenschein bis Hagelschauer war alles dabei, Socken trocknen am Lagerfeuer nach einem ziemlich „verregneten“ Wandertag und goldenen Sonnenstrahlen im Wald

Wanderglück im Schwarzwald

In 10 Tagen, 9 Nächten, ca. 60 Wanderstunden … 230 km und 8800 hm auf den Premiumwanderwegen „Murgleiter“, „Seensteig“ und „Westweg“ durch den Schwarzwald.

Bei schönstem Wanderwetter -nur Nachts war es dann aber auch mal bissi kälter- mit meinem Osprey Talon33 und leichter Biwakausrüstung (Z-Lite von Thermarest, AirMat EtherLight XT von SeaToSummit und Schlafsack Lamina Eco AF von MountainEquipment -1°C) sowie Verpflegung für 9 Tage, bin ich während des Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020 durch den Nördlichen und Mittleren Schwarzwald gewandert. Tagesetappen von 15-35 km, einem Tag Pause an der Schwarzenbachtalsperre und Übernachtungen in Schutzhütten oder unter freiem Himmel waren das besondere Merkmal dieser Tour.

Insbesondere die menschenleeren Wälder, das Leben im Rhythmus der Natur und die Schönheit dieses so nahen Wanderreviers haben mich nachhaltig fasziniert.

Auf dem HW4 von Ulm zum Bodensee

Etappe 1 #Ulm-Illertissen

Ursprünglich geplant als Auftakt zur Sylvester Sschneeschuhtour, endete die Wanderung in Illertissen. Grund war falsches Schuhwerk (Bergstiefel eignen sich nun mal nicht für ebene Etappen von >30km/Tag). Ergebnis waren Knieschmerzen und Blasen an den Fersen. Also Abbruch in Illertissen und mit dem Zug zurück nach Ulm. Die Biwaknacht bei -5° war trotzdem ein guter Materialtest: Schlafsack -1° zu kalt trotz Biwaksack und warmen Klamotten, meine Z-Lite Isomatte ist mit einem R-Wert von 2,2 für winterliche Temperaturen nicht geeignet. Hier muss wohl doch eine isolierende luftgefüllte Matte her, auch schon wegen dem Schlafkomfort 😉 Ein Biwakplatz mit Feuerstelle ist nicht die schlechteste Wahl, allerdings in deutschen Wäldern oft verboten.

Etappe 2 #Illertissen-Bad Waldsee

Zwei Wochen später, wieder ein Wochenende mit gutem Wetter zum Wandern. Also Rucksack gepackt und nach dem Samstag-Klettern mit dem Auto bis Illertissen zum dem Punkt an dem ich zwei Wochen zuvor den H4 verlassen hatte. In der Zwischenzeit hat Sturm Sabrina heftig in den Wäldern gewütet, so war manchmal das Vorankommen ein bisschen mühsam. Es wird wohl noch ein bisschen dauern, bis diese Sturmschäden alle beseitigt sind. Das erste Teilstück war wegen vorgerückter Stunde eher kurz, ein Schlafplatz mit tausend Sternen war schnell gefunden, ein bisschen abseits des Weges, das ist aber ganz gut so.
Eine eher unruhige Nacht (es war kalt, ich lag unbequem und hatte mal wieder mein Ohropax vergessen), so ging es dann nach einem ausgiebigen Müslifrühstück auf den Weg nach Bad Waldsee. Vor mir lagen ca. 50 km und manche Waldwege ähneltem einem Riesenmikado. Auch die Wegeführung sowie die Beschilderung waren teilweise nicht besonders attraktiv. So hab ich mein Ziel erst bei Dunkelheit erreicht. Mit dem letzten Zug gings dann wieder zurück nach Illertissen zum Auto (also vom Bhf bis zum Auto waren es dann nochmal 5 km)

Etappe 3 #Bad Waldsee-Friedrichshafen

So ein Zufall, wieder zwei Wochen später sagt der Wetterbericht gutes Wanderwetter voraus, zumindest tagsüber. Zeit das letzte Teilstück anzugehen. Ungefähr 60 km gleichmässig auf zwei Tage verteilt, das sollte eine gemütliche Wanderung werden mit dem Ziel Friedrichshafen. Da für die Nacht Regen vorhergesagt ist, habe ich mich diesmal gegen den Biwaksack und für mein Big Agnes FLY CREEK HV UL2 entschieden, eine gute Entscheidung, es war echt ein Sauwetter, auch am Morgen noch.

Ein netter Platz im Wald war schnell gefunden (auch wenn ich am nächsten Tag noch viel schönere Plätze entdeckt habe), das Wetter und die hereinbrechende Nacht liessen einen weiteren Weg nicht zu. Die Nacht war ganz ok, gefroren habe ich nicht, nur wieder nicht besonders bequem gelegen (und die Ibu auch vergessen) Am Sonntag früh war ich dann pünktlich um halb neun in Waldburg an der Dorfkirche, da es immer noch regnete war die Entscheidung für den Gottesdienst schnell gefallen.
Eine gute Stunde später schien dann auch die Sonne … für den Rest des Tages … und ich konnte meine Tagesetappe von knapp 30 km angehen. Die Wegeführung war wesentlich attraktiver als zwei Wochen zuvor.
Gegen 18:00 Uhr war im dann am Ziel, dem Seglerhafen von FN. Habe mich dann auch gar nicht so lange dort aufgehalten, einen Burger bei McDo gegen den HikerHunger und dann gings mit der DB wieder zurück nach Ulm.

Die Gesamtstrecke Ulm-FN sind um die 140 km, Tagesetappen von 30-40 km sind ideal, mehr sollten es nicht sein müssen. Alles in allem ein guter Test der Ausrüstung und der eigenen Leistungs- (Leidens-) fähigkeit  als auch eine gute Vorbereitung auf den Malerweg Ende April.

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